PETITION
An den Bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer
An den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude
An die Fraktionen/Gruppen des Münchner Stadtrats:
Bp- Bayernpartei
CSU-Fraktion
Die Grünen/RL-Fraktion
Die Linke
FDP-Fraktion
FW- Freie Wähler
SPD-Fraktion
ÖDP
Ein würdiges Denkmal für den Gründer des Freistaat Bayern, Kurt Eisner,
im Zentrum der Landeshauptstadt München !
Ermordet am 21. Februar 1919 in München, von dem rechtsextremen Graf Arco-Valley.
Petitions- und Aktionsaufruf
Das andere Bayern
Wolfram P. Kastner und Frieder Köllmayer
D-80637 Muenchen
Email: w.kastner@ikufo.de
An den Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern
Herrn Horst Seehofer
Franz-Josef-Strauß-Ring 1
80539 Muenchen
An den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München
Herrn Christian Ude
Marienplatz 8
80313 München
Kurt-Eisner-Platz statt Marienplatz
und
Kurt-Eisner-Porträt in die Staatskanzlei
Sehr geehrter Herr Ministerpraesident Horst Seehofer,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Christan Ude,
vor 90 Jahren wurde in der Bayerischen Landeshauptstadt München vom ersten republikanischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner nach einem mörderischen Krieg die verantwortliche Monarchie für beendet erklärt und der „Freistaat Bayern“ ausgerufen. Auf den demokratischen Prinzipien des Freistaats beruht unsere heutige Verfassung.
Der erste republikanische Ministerpräsident Bayerns, Kurt Eisner, wurde (von dem antisemitischen rechtsextremistischen Attentäter Arco-Valley) 1919 ermordet.
Wir regen an, als deutliches und zeitgemäßes Zeichen demokratischen Selbstbewusstsein, den Marienplatz - nach dem Begründer des Freistaats Bayern und dem lebenslangen Verfechter von Demokratie, Frieden, Völkerverständigung und sozialem Ausgleich - in Kurt-Eisner-Platz umzubenennen.
Der zentrale Bürgerplatz der Landeshauptstadt München ist der Marienplatz – ein öffentliches Forum und Ort der demokratischen Willensbekundung und Diskussion.
Im Laufe der Stadtgeschichte trug dieser Platz verschiedene Namen – über Jahrhunderte hinweg hieß er Marktplatz oder Schrannenplatz und wurde erst im 19. Jahrhundert in Marienplatz umbenannt – angeblich um damit die Cholera aus der Stadt fern zu halten.
Dort wäre auch der richtige Platz für ein Kurt-Eisner-Denkmal in unserer Stadt.
Gleichzeitig fordern wir dazu auf, in der Staatskanzlei das Porträt des Begründers des Freistaats Bayern, Kurt Eisner, anzubringen, das am 90. Jahrestag seiner Ermordung von Wolfram P. Kastner und Frieder Köllmayr in der Staatskanzlei übergeben wurde.
Wilhelm Hoegner, einer der Vorgänger des amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten, ließ in der Staatskanzlei ein Porträt des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats, Kurt Eisner, anbringen. Seine Nachfolger entfernten dieses Bild.
Derzeit sind dort nur die Ministerpräsidenten ab 1945 präsent – so als habe die Geschichte der Republik erst 1946 begonnen.
Ministerpr
äsident Seehofer lehnte es bisher ab, das Porträt Eisners anbringen zu lassen, weil er sonst auch Porträts der anderen Ministerpräsidenten vor 1933 ansehen müsste, unter denen sich zumindest einer befindet, der mit den Nazis paktierte.
Es ist aber sicher auch für den Ministerpräsidenten ein Unterschied zwischen dem Begründer des Freistaats und einem Totengräber der Demokratie zu erkennen.
Es wäre aber nichts dagegen einzuwenden, alle Ministerpräsidenten bis 1933 zu berücksichtigen und entsprechende Kommentare hinzuzufügen. Es ist sicher kein Schaden, wenn bayerische Ministerpräsidenten an die Gefahren für die Demokratie durch Annäherung an rechtsextremistische Politik erinnert werden.
Mit freundlichen Grüßen
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